Ein Interview mit Johannes Heuckeroth, auch bekannt als “pfn”

Mein heutiger Interviewpartner ist Johannes Heuckerot, welcher wohl einigen auch als “pfn” bekannt sein dürfte. Aufmerksam bin ich auf ihn durch supertopic geworden und seine dort gezeigten Fotos, die einfach einzigartig sind. Meiner Meinung nach ist Johannes ein wirkliches Ausnahmetalent, dies könnt ihr an seinen Fotos und dem damit verbundenen Stil erkennen. Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass ihm nur wenige Fotografen in Deutschland das Wasser reichen können, aber nun zum Interview.
( Wer übrigens ganz nach unten scrollt bekommt mal einen Blick hinter die Kamera von Johannes erlaubt. )
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1. Bitte stell dich kurz vor.

Moin, mein Name ist Johannes Heuckeroth, 24 Jahre, studiere Design an der FH-Nürnberg, wohne in der Nähe von Fürth und fröne gerne der Fotografie!

2. Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Schwierige Frage, ich hab schon immer gern als Kind mit der Kamera meiner Eltern im Urlaub rumgespielt und sinnlose Fotos gemacht.  Der Blick durch den Sucher und die Möglichkeit seine Sicht auf die Welt festzuhalten hat mich irgendwie fasziniert. Meine erste eigene Kamera hab ich mir 2001 gekauft (eine ultraschlechte billige Digitalkamera). So alle 2 Jahre kam dann eine bessere, und damit stieg auch stetig das Interesse an der Fotografie. Der Zeitpunkt an dem für mich die Fotografie aus heutiger Sicht aber erst wirklich begann, war vor ca. 3 Jahren, als ich begann auch die technischen Hintergründe zu verstehen und begriff, dass ein Foto mehr als pure Dokumentation sein kann und auch eine ästhetische Dimension hat. Vorher war halt nur knipsen.

3. Wie muss man sich deinen Arbeitsplatz vorstellen?

arbeitsplatz

4. Worauf legst du beim Fotografieren wert?

Ruhe, Zeit und Konzentration. Was aber nicht immer leicht ist, gerade in nicht beständigen Lichtsituationen (z.B. blaue Stunde) werde ich leicht hektisch ;-) Nicht gleich drauf loszuknipsen, sondern erstmal den Ort etwas zu erkunden und dann langsam nach den besten Perspektiven absuchen und viel ausprobieren.

5. Woher beziehst du deine Inspirationen?

Aus allem wo es interessante Bilder zu sehen gibt ;-)
Hauptsächlich natürlich aus dem Netz, ansonsten Bildbände, Ausstellungen, Filme, etc.

6. Fotografierst du lieber digital oder analog? Warum?

Auf jeden Fall digital! Hab zwar mal ein bisschen ins Analoge reingeschnuppert, ist sicher auch mal interessant, weil es eine völlig andere Art der Fotografie ist. Für mich sicher aber nicht das Richtige, dafür bin ich viel zu ungeduldig. Abgesehen vom Reiz des Experiments gibt es für mich keine Gründe die für Analogfotografie sprechen.
Werd mich aber wohl im nächsten Semester gezwungener Maßen damit beschäftigten müssen, da es Teil der CGI-Vorlesung ist.

7. Wie sieht ein typischer Tag in deinem Leben aus?

Da ich Student bin gibt’s nicht wirklich DEN typischen Tag. Aktuell hab ich Semesterferien, wovon ich den ersten Teil für einige Stadtbesuche (Berlin, Bonn, Frankfurt, Düsseldorf) genutzt habe um Architektur zu fotografieren. Da bin ich aktuell immer noch mit der Auswertung und Nachbearbeitung der Fotos beschäftigt.

8. Planst du vorher was und wo du fotografierst oder bist du ehern spontan?

Planung ist bei mir alles, ich fotografiere so gut wie nie spontan.
Ich suche mir meine Locations vorher aus, begutachte sie bei Gelegenheit auch vorher und komm dann wieder wenn Gelegenheit/Wetter/Licht zusammenkommen. Das hängt damit zusammmen, dass ich einen gewissen Anspruch an mich selbst habe und nur fotografieren gehen, wenn ich überzeugt bin, dass auch etwas Verwertbares rauskommt. Planung erleichtert das. Wenn ich einen Ort nicht kenne und auch nicht vorher besuchen kann, versuche im mittels Web so viel wie möglich herauszufinden (Fotos, Umgebung, Anfahrt, Parken, Genehmigungen etc.) um möglichst wenig Stress zu haben und mich auf die Fotografie konzentrieren zu können. Es gibt auch Ausnahmen, aber das dient dann meistens eher der Entspannung und nicht um verwertbares Material zu erzeugen.

9. Fünf Fotos die in deinem Portfolio nicht fehlen dürfen sind…

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10. Erlaubst du uns einen Blick hinter die Kamera?

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11. Die letzte Frage kannst du gestalten wie du willst. Du kannst dich bei jemanden bedanken, ein Lieblingsfoto zeigen, dem nächsten Interviewpartner eine frage stellen…sei einfach kreativ.

Vielleicht ein paar Links zu Fotos/Fotografen die mich wirklich beeindrucken:

www.ralphrichter.com
www.benjaminmonn.de
www.erik-chmil.de

www.strogalski.de

An dieser Stelle noch ein Dankeschön an Johannes für das Interview und alles gute für die Zukunft.

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3 Antworten zu “Ein Interview mit Johannes Heuckeroth, auch bekannt als “pfn””

  1. kosmow sagt:

    Jetzt wird supertopic durchgemacht. :rockon
    Schönes Interview, interessant mal was von pfn zu lesen. Ich oute mich als großer Fan. =)

  2. [...] einigen Wochen dann habe ich ein sehr interessantes Interview mit Johannes Heuckeroth gelesen, dass mich im Bezug auf die Planung von Shoots sehr Umdenken hat [...]

  3. [...] Johannes Heuckeroth. Ich bin über den Gastartikel von Malte Pietschmann auf kwerfeldein.de auf das Interview mit Johannes [...]

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